Igor

IgorIgor ist über die Regenbogenbrücke gegangen!

Nach meinem Gespräch gestern Nacht mit der Tierärztin hat sich Igor’s Zustand weiter verschlechtert; er hat es zwar nochmal bis vor die Haustür geschafft, um ein Häufchen zu machen, aber es hat ihn extrem angestrengt. In der Nacht hat er sich zweimal übergeben, wie ich heute früh festgestellt habe. Heute morgen dann hat er es nicht mehr geschafft, alleine aufzustehen. Als er dann auf den Beinen war, hatte er große Schwierigkeiten, zu laufen.
Wir sind um 08:15 Uhr beim Tierarzt angekommen. Dort wurde er nocheinmal geröngt, es wurden Aufnahmen vom Magen, dem Brustkorb und dem hinteren Bauchraum gemacht. Auch wurde ein Ultraschall vom Bauchraum vorgenommen. Das dicke Vorderbein stellte sich als Ödem heraus, und er hatte 39,7°C Fieber.
Nach Durchsicht der Röntgenbilder stellte sich heraus, dass das Ödem durch einen Tumor im Brustbereich verursacht worden sein musste. Im Magen waren Veränderungen zu sehen, die auf Tumore hindeuteten; das erklärte dann auch die Symptome der letzten Tage. Die Speiseröhre war stark erweitert und der Magen ziemlich aufgebläht.
Der Tumor im Brustbereich war auf den Röntgenbildern nicht zu sehen; es standen nun zwei Alternativen zur Auswahl: Entweder noch eine CT machen, um den Befund zu manifestieren, oder Igor von seinen Qualen zu erlösen. Das CT hätte keinerlei therapeutische Wirkung für Igor gebracht, es hätte lediglich dazu gedient, die Diagnose zu bestätigen. Eine Chance auf Heilung hätte nicht bestanden. Ich bat die Tierärztin unter Verweis auf den Pflegestellenvertrag, erst mit Diana Weber Rücksprache zu halten. Es dauerte dann 2,5 Stunden, bis der Kontakt zu Diana telefonisch hergestellt war, eine Tatsache, die sich für Igor und mich als Glücksfall erwies, da wir dadurch noch lange in einem ruhigen Teil der Praxis miteinander kuscheln konnten.
Igor wollte heute keine Leckerli mehr nehmen, aber er hatte das große Bedürfnis nach körperlicher Nähe. Er genoß die Streicheleinheiten sichtlich; ab und zu hob er den Kopf und schaute mich aus seinen großen braunen Augen an. Schließlich legte er seinen Kopf auf meinen Arm, wie er es schon so oft getan hatte. Kurze Zeit später kam die Tierärztin und sagte mir, sie habe mit Diana gesprochen und diese wäre ebenfalls der Meinung, dass weitere Untersuchungen nur weiteren Stress für Igor bedeuten würden.
Wir entschlossen uns daher, Igor von seinen Leiden zu befreien. Wir hatten nochmal 5 Minuten für uns alleine, dann kam die Ärztin mit der Spritze. Auf meinen Wunsch hin wurde auf einen Maulkorb verzichtet. Igor hatte immer noch seinen Kopf auf meinem Arm gebettet, und in dieser Position blieb er auch bis zuletzt. Als die Spritze gesetzt worden war, schaute er mir nocheinmal in die Augen. Sekunden später ist er in meinen Armen friedlich und ruhig eingeschlafen.
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