Hito

Eingestellt auf BiN: 06.01.2019, Aktualisierung: 10.08.2019

Wer beendet Hitos lange Pechsträhne?
Geschlecht: Rüde
Geburtsdatum: 14.09.2012
Ansprechperson:
Sandra Hummel
sans frontières - grenzenlose Hilfe für Tiere -
D-79104 Freiburg
E-Mail: Bitte per Kontaktformular anschreiben
Homepage: http://www.grenzenlose-hundehilfe.de


Update: August 2019

Der menschenbezogene und aktive Rüde hat bis jetzt kein Glück in seinem Leben gehabt.
Nachdem er als Vertreter dieser arbeitsfreudigen Rasse in einem abgeschotteten Anwesen, ohne Anreize oder Abwechslung, leben musste, starb sein Herrchen und niemand konnte sich um ihn kümmern, so dass der Weg ins Tierheim alternativlos blieb. Dort lösten die Enge der Käfige und der andauernde Stress bei dem sensiblen Rüden einen Zwingerkoller aus.
Doch damit war sein Pech nicht zu Ende. Nach nur einer Woche musste er in die Tierklinik gefahren werden, denn er hatte sich aus bis heute unerklärlichen Gründen Metallspäne in die Füße getreten. Die Füße entzündeten sich und taten unendlich weh. Jeder Schritt war eine Qual.
Es war sehr schwer für seine ehrenamtliche Betreuerin im Tierheim, ihn danach mit der Halskrause in seinem Zwinger zurückzulassen.
Um seine Situation erträglicher zu machen wurde dann entschieden, Hito in die Auffangstation Nähe Belfort zu bringen. Diese dient dazu, den in allergrößte Not geratenen Hunden einen sicheren Ort zu geben. Dort blühte Hito auf und machte Fortschritte. Auch, weil sich eine Betreuerin eingehend mit ihm beschäftigte. Sie spielte mit ihm, führte ihn durch das Dorf, zeigte ihm Alltagssituationen, die er von früher nicht kannte und vor allen Dingen gab sie ihm die Aufmerksamkeit, die er so dringend braucht. Schmuseeinheiten und enger Kontakt zu einem Menschen sind das allergrößte für ihn.
Leider musste seine geliebte Betreuerin aus privaten Gründen und schweren Herzens ihre Arbeitsstelle aufgeben. Für den armen Hito bedeutet dies, dass seine Welt einmal mehr aus den Fugen gerät.
Inzwischen verfällt Hito aus lauter Verzweiflung wieder in alte Muster, um mit dem Verlust fertig werden zu können.
Wer kann Hitos Pechsträhne beenden? Er möchte doch auch nur eines Menschen Mittelpunkt sein! Bitte: Wer hat Rasseerfahrung und das Herz auf dem rechten Fleck und kann diesem liebenswerten Malibub helfen?
  
Bericht der Kontaktperson in der Auffangstation:
Update: Oktober 2018
Nach Monaten der Isolation auf einem abgeschiedenen Grundstück war Hito anfangs hier bei uns völlig "durch den Wind". Völlig verzweifelt und ohne jegliches Vertrauen in uns. Er rettete sich so manches Mal in Übersprungshandlungen.
Da es zu Anfang galt Hitos Pfoten gesund zu pflegen, mussten wir ihn immer wieder mit dem wechseln der Verbände belästigen. Wir versuchten dem armen Jungen das Leben so stress- und reizarm wie möglich zu gestalten und eroberten dadurch Stück für Stück sein Vertrauen in uns.
Wir haben ihm geholfen, die Umwelt um ihn herum kennenzulernen und zu verstehen.
Nach und nach entpuppte er sich als ganz toller Bub, der uns heute mit seinem strahlenden Gesichtchen verzaubert und sehr berührt.
Hito liebt seine Menschen, die ihn täglich versorgen und ihm neue Dinge erklären wie zum Beispiel: Pferde, Kühe und alle anderen Mitbewohner. Nur Katzen mag er nicht.
Immer wieder ist Hito erstaunt über die Vielzahl an fremden Tieren und schaut diesen fasziniert zu. Im Sommer waren wir oft am Flußrand mit ihm und er genoss es, sich im seichten Wasser hinzulegen und eine Runde vor sich hinzudösen.

Er liebt Kopfspiele und seinen Kong, wobei er keine Ambitionen hat, etwas zu apportieren. Manchmal nehmen wir ihn mit in unser Büro, was kein Problem ist.
Auch fremde Personen, die sich ihm ausserhalb des Zwingers nähern, werden grundsätzlich freundlich von ihm begrüßt.
Bei Hektik, Stress und Aufregung hat er Mühe ruhig zu bleiben. Hier braucht es dann einen souverän und ruhigen Menschen, der ihm aus der Situation helfen kann.
Wir wünschen uns für Hito geduldige und hundeerfahrene Menschen, die mit ihm den angefangen Weg weiter gehen und Hito zeigen, wie schön es in einem richtigen Zuhause mit Familienanschluss sein kann!! (sh)
Update: Juni 2016
Der schöne sehr dünne Malinois-Rüde Hito (geboren 09.2012) lebte zusammen mit einem weiteren, uralten, Mali-Rüden auf einem abgeschotteten Anwesen in der Nähe des Tierheimes Colmar.
Da sein Besitzer gestorben ist und sich niemand um ihn kümmern möchte wurde er ins Tierheim abgeschoben.
Hito hat vermutlich nicht viel kennengelernt und zeigte sich uns schnell überfordert.
Die dunklen und engen Zwinger der Fourriere machen ihn verrückt und so fing er schnell an, sich wie verrückt im Kreis zu drehen.
Leider konnte man Hito mit nichts davon abbringen, außer ihn in den Freilauf zu lassen.
Hier zeigte er sich uns sehr zugetan und genoß unsere Streicheleinheiten.
Nach knapp einer Woche im Tierheim kam Hito plötzlich wie ein uralter Hundemann auf uns zu.
Fassungslos mussten wir feststellen, dass Hito sehr "unrund" lief und sich lieber ins Gras legte. Wir hatten den Eindruck, dass Hito große Schmerzen haben muss, er wirkte auf uns sehr zerbrechlich und man spürte es: Der Rüde suchte unsere Hilfe.
Schnell haben die Gassigänger den armen Bub eingepackt und in eine Tierklinik gebracht. Bei der Untersuchung wurde dann festgestellt, dass Hito sich Metallspäne in die Füße getreten hat und sich alles sehr stark entzündete, was schrecklich wehtat. Auf dem anderen Fuss hat er aus noch ungeklärten Gründen Luft im Ballen und auch hier musste behandelt werden.
Hito musste beide Beine bandagiert bekommen, mit Trichter versehen und mit einem ungutem Gefühl unserseits zurück in seinen Zwinger.
Zum Glück hat sich unsere versierte Pflegestelle umgehend bereit erklärt den Rüden zu pflegen.
So musste er nur noch die eine Nacht im dunklen Zwinger verbringen...
Hier ein Video von Hito als er im Freilauf lag - wir haben ihm einen Tisch geholt, damit dieser ihm etwas Schatten spendete.